Hochzeitsfotograf · Fränkische Schweiz

Enge Täler, hohe Felsen — und Licht, das früher weg ist, als im Kalender steht.

Das ist die eine Sache, die eine Hochzeit hier von einer in der Stadt unterscheidet: Zwischen den Felswänden der Wiesent geht die Sonne nicht unter, sie verschwindet — oft eine gute Stunde vor dem offiziellen Sonnenuntergang. Wer das weiß, plant den Tag anders. Wer es nicht weiß, sucht um sieben Uhr abends nach Licht, das längst weg ist.

In Coburg oder Bamberg liegt alles fußläufig beieinander — hier nicht. Zwischen Gößweinstein und Waischenfeld liegen zwanzig Minuten, zwischen Ebermannstadt und dem Ahorntal eine halbe Stunde, und das auf Straßen, die im Sommer voll sind. Deshalb suchen wir für euren Tag nicht die schönsten Orte der Region aus, sondern die schönsten, die nah beieinander liegen.

Was danach kommt, ist bei mir der Normalfall, auch nach über zehn Jahren: An eurem konkreten Hochzeitsort war ich in der Regel noch nie. Ich reise deshalb so früh wie möglich an und laufe die Umgebung vorher ab — wo steht um diese Uhrzeit die Sonne, wo ist es ruhig, wo wird es eng, wenn dreißig Gäste hinterherlaufen.

Ich fotografiere dokumentarisch und bleibe im Hintergrund. Gestellt wird bei mir wenig — und wenn, dann so, dass es sich für euch nicht nach Stellen anfühlt. Was ich dafür brauche, ist Zeit und ein Tagesablauf, der nicht auf die Minute getaktet ist.

Trauorte

Wo Ihr in der Fränkischen Schweiz standesamtlich heiraten könnt.

  • Trausaal auf Burg Waischenfeld

    Der festliche Trausaal auf der Burg hoch über dem Ort — der eindrucksvollste Trauort der Region, den ein Standesamt regulär anbietet. Der Weg hinauf ist kurz, aber steil; sagt Gästen mit Gehhilfe vorher Bescheid.

  • Scheune im Wiesentgarten, Ebermannstadt

    Mit bis zu 80 Gästen der größte Trauort im Umkreis, und der einzige, bei dem Trauung und Feier ohne Ortswechsel ineinander übergehen können. Für die Scheune fällt eine zusätzliche Gebühr von 350 € an.

  • Rathaus Ebermannstadt

    Der klassische Trausaal des Standesamts, für bis zu 35 Gäste. Praktisch gelegen: Von hier sind es keine zehn Minuten ins Wiesenttal und zur Ruine Neideck.

  • Rathaus Waischenfeld

    Die schlichtere Variante mitten im Ort, wenn der Aufstieg zur Burg für die Gesellschaft nicht passt.

  • Rathaus Unterleinleiter

    Der kleinste der Trauorte, für bis zu 20 Gäste — gedacht für Trauungen im engsten Kreis.

  • Standesämter Gößweinstein und Pottenstein

    Beide Standesämter trauen, veröffentlichen ihre Trauorte aber nicht im Netz. Hier hilft nur der Anruf: Gößweinstein 09242 980-12, Pottenstein 09243 708-30. Wenn Ihr dort heiratet, sagt mir Bescheid — dann ergänze ich es hier.

Auf Burg Rabenstein im Ahorntal ist zusätzlich eine freie Trauung im Keltendorf unter freiem Himmel möglich; ob dort auch standesamtlich getraut werden kann, klärt Ihr am besten direkt mit dem zuständigen Standesamt. Gebühren und Kapazitäten ändern sich gelegentlich — die Angaben oben stammen von den Websites der Standesämter und ersetzen kein Gespräch dort.

Fotospots

Die Orte, die sich in der Fränkischen Schweiz wirklich lohnen.

Sortiert nach Wegstrecke statt nach Berühmtheit — denn was an einem Hochzeitstag knapp wird, ist nie die Auswahl, sondern die Zeit dazwischen.

Rund um Gößweinstein
Basilika Gößweinstein, Fränkische Schweiz

Basilika Gößweinstein

Balthasar Neumanns Wallfahrtskirche, innen hell und weiß statt dunkel und schwer — für eine Kirche ungewöhnlich gut zu fotografieren. Ich arbeite hier ohne Blitz; das Licht durch die Fenster reicht aus und wirkt deutlich natürlicher.

Foto: Zairon, CC BY-SA 3.0 — Graustufen

Burg Gößweinstein, Fränkische Schweiz

Burg Gößweinstein

Steht auf dem Fels gegenüber der Basilika, nur ein paar Minuten zu Fuß. Der Blick von dort ins Wiesenttal ist der Grund, warum die meisten Paare hier überhaupt hochlaufen — und er lohnt sich vor allem am späten Nachmittag.

Foto: Rufus46, CC BY-SA 3.0 — Graustufen

Tüchersfeld, Fränkische Schweiz

Tüchersfeld

Das Felsendorf, das auf jeder Postkarte der Region klebt: Häuser, die zwischen Dolomitnadeln stecken. Genau deshalb ist an sonnigen Wochenenden viel los. Früh am Tag oder am Abend habt Ihr den Ort fast für euch.

Foto: Mikhail Butovskiy, CC BY-SA 4.0 — Graustufen

Das Wiesenttal nach Norden
Burgruine Neideck, Fränkische Schweiz

Burgruine Neideck

Das Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz, hoch über Streitberg. Der Aufstieg dauert gut zwanzig Minuten und ist nichts für dünne Sohlen — dafür steht Ihr oben allein und habt das ganze Tal unter euch.

Foto: Areuland, CC BY-SA 4.0 — Graustufen

Die Wiesent bei Muggendorf, Fränkische Schweiz

Die Wiesent bei Muggendorf

Flaches Wasser, Weiden am Ufer, kaum Steigung. Der unaufgeregteste Ort der Liste — und deshalb der, an dem Paarbilder am schnellsten entspannt werden. Gut erreichbar, auch mit unpassendem Schuhwerk.

Foto: Derzno, CC BY 3.0 — Graustufen

Steinerner Beutel, Waischenfeld, Fränkische Schweiz

Steinerner Beutel, Waischenfeld

Der runde Wehrturm über dem Ort, direkt beim Trausaal auf der Burg. Wenn Ihr dort heiratet, ist das der Ort für die ersten Bilder danach — ohne dass jemand ins Auto steigen muss.

Foto: Immanuel Giel, CC BY-SA 3.0 — Graustufen

Nach Osten: Ahorntal und Pottenstein
Burg Rabenstein, Fränkische Schweiz

Burg Rabenstein

Sitzt auf einem Felssporn über dem Ailsbachtal und ist die vollständigste Hochzeitslocation der Region: Säle, Terrasse, Burgschenke und Hotelzimmer an einem Ort. Wer hier feiert, muss den ganzen Tag über nirgends hinfahren.

Foto: Ermell, CC BY 4.0 — Graustufen

Sophienhöhle, Fränkische Schweiz

Sophienhöhle

Eine Tropfsteinhöhle wenige Gehminuten unterhalb der Burg. Fotografisch spektakulär und technisch anspruchsvoll — es ist dort vollständig dunkel, ich brauche Blitz, und das Kleid kommt nicht sauber wieder heraus. Lest dazu unbedingt den Abschnitt weiter unten.

Foto: Pascal Dihé, CC BY-SA 4.0 — Graustufen

Burg Pottenstein, Fränkische Schweiz

Burg Pottenstein

Eine der ältesten Burgen Frankens, direkt über dem Ort. Der Haken ist das Parken: Pottenstein ist Ausflugsziel, und an schönen Wochenenden steht die Hochzeitsgesellschaft im selben Stau wie alle anderen. Plant hier großzügig.

Foto: W. Bulach, CC BY-SA 4.0 — Graustufen

Am westlichen Rand, Richtung Forchheim
Schloss Greifenstein, Heiligenstadt, Fränkische Schweiz

Schloss Greifenstein, Heiligenstadt

Liegt auf einem Bergsporn über dem Leinleitertal, seit Jahrhunderten im Besitz der Familie von Stauffenberg. Weniger überlaufen als die bekannten Orte im Wiesenttal — gut für Paare, die ihre Fotozeit lieber abseits verbringen.

Foto: Ermell, CC BY-SA 4.0 — Graustufen

Walberla, Fränkische Schweiz

Walberla

Der Tafelberg über dem Wiesenttal-Ausgang — der einzige Ort in dieser Liste, an dem Ihr freien Blick nach Westen habt und die Sonne tatsächlich untergehen seht statt hinter einer Felswand zu verschwinden. Der Aufstieg dauert eine halbe Stunde.

Foto: Ermell, CC BY-SA 4.0 — Graustufen

Osterbrunnen in Bieberbach, Fränkische Schweiz

Osterbrunnen in Bieberbach

Nur an wenigen Tagen im Jahr, dafür einmalig: Der Brunnen in Bieberbach ist mit Tausenden bemalter Eier geschmückt und einer der bekanntesten der ganzen Region. Wer um Ostern heiratet, sollte das nicht auslassen.

Foto: Edbruynzeels, CC BY-SA 4.0 — Graustufen

Gut zu wissen

Vier Dinge, die hier anders sind als in der Stadt.

Die Fränkische Schweiz ist fotografisch großzügig, aber sie verzeiht schlechte Zeitplanung schlechter als eine Stadt. Das sind die Punkte, die ich mit jedem Paar vorher durchgehe:

  • Das Licht ist früher weg. In den engen Tälern steht die Sonne irgendwann hinter einer Felswand — je nach Ort und Jahreszeit bis zu eine Stunde vor dem offiziellen Sonnenuntergang. Wenn Ihr Paarbilder im warmen Abendlicht wollt, legen wir sie entsprechend früher, oder wir gehen dorthin, wo es nach Westen offen ist. Das Walberla ist dafür der verlässlichste Ort.
  • Am Wochenende ist die Region ein Ausflugsziel. Tüchersfeld, Pottenstein und das Walberla sind an sonnigen Samstagen voll mit Tagesgästen, Wohnmobilen und Kletterern. Das ist kein Ausschlusskriterium, aber es kostet Zeit — beim Parken, beim Warten auf einen freien Bildausschnitt, beim Zusammenhalten der Gruppe. Früh am Tag ist es überall leerer.
  • In den Höhlen wird es ernst. Sophienhöhle und Teufelshöhle sind das ganze Jahr über einstellig kalt, feucht und stockdunkel. Ohne Blitz geht dort nichts, eine Jacke für die Braut ist Pflicht, und Kleid und Schuhe kommen nicht sauber wieder heraus. Wenn Ihr das wollt, machen wir es — aber als letzten Programmpunkt, nicht vor dem Empfang.
  • Zwei Zeitfenster lohnen die Terminwahl. Um Ostern stehen in vielen Orten die geschmückten Osterbrunnen, und Ende April blüht die Region — die Fränkische Schweiz ist eines der größten zusammenhängenden Süßkirschgebiete Europas. Beide Fenster sind kurz und wetterabhängig. Wenn euer Termin noch offen ist, sprecht mich darauf an.

Angaben ohne Gewähr — Öffnungszeiten, Zufahrten und Gebühren ändern sich. Sagt mir früh genug, wo Ihr fotografiert werden möchtet, dann planen wir den Tag entsprechend und ich sehe mir die Orte vorher an.

Arbeitsproben

So sehen meine Reportagen aus.

Diese Reportagen sind anderswo in Franken und darüber hinaus entstanden. Am Stil ändert der Ort nichts — an der Planung schon, und genau darum geht es oben.

Ist euer Termin noch frei?

Stellt euch im Konfigurator euer Angebot zusammen und schickt es mir — ich prüfe den Termin und melde mich bei euch. Anfahrt und Reisekosten rechnen wir dabei transparent dazu.

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