In Würzburg kenne ich fast jeden Winkel.
Neunzehn meiner Reportagen sind hier entstanden – im Wenzelsaal, in der Hofkirche der Residenz, am Käppele, auf der Steinburg. Ich muss euch die Stadt also nicht erklären; ich weiß, wo um vier Uhr nachmittags noch Licht steht und wo es an einem Samstag im Juli eng wird.
Ortskenntnis ersetzt keine Planung – sie spart nur Zeit.
Der Vorteil ist konkret: Ich weiß, dass zwischen Wenzelsaal und Alter Mainbrücke drei Minuten liegen und dass der Hofgarten am späten Nachmittag schöner ist als am Vormittag. Diese Viertelstunden entscheiden darüber, ob Ihr am Ende des Tages entspannt seid oder gehetzt.
Trotzdem laufe ich auch in Würzburg vorher noch einmal ab, wo Ihr feiert. Jede Location hat ihre eigenen Eigenheiten, und die kenne ich erst, wenn ich dort war.
Ich fotografiere dokumentarisch und bleibe im Hintergrund. Gestellt wird bei mir wenig – und wenn, dann so, dass es sich für euch nicht nach Stellen anfühlt. Was ich dafür brauche, ist Zeit und ein Tagesablauf, der nicht auf die Minute getaktet ist.
Wo Ihr in Würzburg standesamtlich heiraten könnt.
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Historischer Trausaal im Rathaus
Der Klassiker im ersten Stock des Rathauses, kostenfrei und für höchstens 20 Personen inklusive euch beiden. Klein, aber mitten in der Altstadt – und die Alte Mainbrücke liegt buchstäblich vor der Tür.
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Wappensaal im Rathaus
Ebenfalls im ersten Stock, 80 € Miete inklusive Blumenschmuck, Platz für bis zu 50 Personen. Die Wahl, wenn mehr als die engste Familie dabei sein soll.
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Wenzelsaal im Grafeneckart-Turm
Der schönste Saal der Stadt und entsprechend gefragt: romanischer Saal mit Wappenfries, 350 € pro Stunde, bis zu 80 Personen. Buchbar in Ein-Stunden-Fenstern um 10:00 und 11:30 Uhr, mittwochs auch um 15:30 Uhr – das prägt den ganzen Tagesablauf, plant es früh ein.
Das Standesamt Würzburg ist außerdem für Randersacker, Reichenberg, Theilheim und Zell am Main zuständig. Termine lassen sich bis zu ein Jahr im Voraus über den Trauungskalender der Stadt reservieren – bei den beliebten Samstagen lohnt sich das wirklich.
Die Orte, die sich in Würzburg wirklich lohnen.
Sortiert nach Wegstrecke statt nach Berühmtheit – denn was an einem Hochzeitstag knapp wird, ist nie die Auswahl, sondern die Zeit dazwischen.
Alte Mainbrücke
Direkt vor dem Rathaus, mit den Heiligenfiguren und der Festung im Rücken. Der bekannteste Ort der Stadt – und deshalb ab dem späten Vormittag voll. Früh am Tag oder gegen Abend gehört sie fast euch allein.
Foto: Flocci Nivis, CC BY 4.0 – Graustufen
Marktplatz & Falkenhaus
Die Rokokofassade des Falkenhauses, daneben die Marienkapelle, ringsum Marktstände und Cafétische. Hier wird es lebendig statt repräsentativ – gut für Bilder, auf denen etwas passiert.
Foto: Krzysztof Golik, CC BY-SA 4.0 – Graustufen
Residenz & Hofgarten
Zehn Minuten vom Rathaus, dafür der große Auftritt: barocke Gartenkunst, beschnittene Hecken, weite Symmetrie. In der Hofkirche habe ich mehrere Trauungen begleitet – akustisch wie fotografisch einer der eindrucksvollsten Räume der Stadt.
Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0 – Graustufen
Käppele
Die Wallfahrtskirche auf dem Nikolausberg, erreichbar über den Kreuzweg oder mit dem Auto bis fast vor die Tür. Von der Terrasse habt Ihr die Festung und die halbe Stadt im Bild. Einer meiner meistfotografierten Orte in Würzburg.
Foto: Rufus46, CC BY-SA 3.0 – Graustufen
Festung Marienberg
Über der Stadt, mit Blick über die Weinberge und den Main. Die Zufahrt ist begrenzt und der Weg vom Parkplatz nicht ohne – in Absätzen wird das ein Thema. Dafür gibt es kaum eine bessere Kulisse für den Abend.
Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0 – Graustufen
Schloss Steinburg
Oberhalb der Stadt in den Weinbergen, mit Blick über Würzburg. Ich habe hier mehrfach fotografiert – die Aussicht von der Terrasse ist genau das, was viele Paare suchen, wenn sie „etwas mit Weitblick“ sagen.
Foto: Neitram, CC BY-SA 4.0 – Graustufen
Rokokogarten Veitshöchheim
Sieben Kilometer mainabwärts: Heckenkabinette, Sandsteinfiguren, ein großer See. Ein Garten, in dem man sich verlaufen kann – im besten Sinn, weil hinter jeder Hecke ein neues Bild wartet.
Foto: Englandfan~commonswiki, CC BY-SA 4.0 – Graustufen
Was an Residenz, Hofgarten und Veitshöchheim gilt.
Residenz, Hofgarten und der Rokokogarten in Veitshöchheim gehören zur Bayerischen Schlösserverwaltung. Dort gelten feste Regeln, die viele Paare erst am Hochzeitstag erfahren – und die den Ablauf spürbar beeinflussen. Deshalb vorab:
- In den Innenräumen der Residenz sind Hochzeitsshootings nicht möglich. Im Außenbereich und in den Gärten dagegen schon, ohne vorherige Anmeldung.
- Kein Equipment, kein Brautauto. Stative, Blitzanlagen, Softboxen und Drohnen sind ausgeschlossen, ebenso das Vorfahren mit dem Auto auf dem Platz oder im Garten. Absperren geht nicht, und die Wege dürft Ihr nicht verlassen. Für mich ändert das nichts – ich arbeite ohnehin fast ausschließlich mit vorhandenem Licht.
Angaben ohne Gewähr – maßgeblich ist die Bayerische Schlösserverwaltung. Sagt mir früh genug Bescheid, wo Ihr fotografiert werden möchtet, dann planen wir den Tag entsprechend.
Hochzeiten, die ich in Würzburg begleitet habe.
Vier von neunzehn – entstanden an der Residenz, am Käppele, auf der Steinburg und in der Zehntscheune des Juliusspitals.
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